Bei Freddie, VE3MCE

Für die Nicht-Funker:
Viele glauben, dass die Funkerei derFunkamateure
seit den Internet-Zeiten und

den Diskussionen über Elektrosmog ausgedient habe.
Falsch!

Der Amateurfunk lebt.

So haben wir ein weltweites Netz aus Funkamateuren, mit denen wir mehr oder weniger regelmäßig auf unseren Frequenzen unsere Kontakte pflegen.
Man kennt sich vom „Band“ und wie jetzt hier in Kanada, man findet überall offene Türen und besucht sich.
Dieses Hobby hat vielseitige Aspekte, Kommunikation weltweit, Technikentwicklung und u.a. sportliche Aktivitäten: Wettbewerbe – Conteste – , Weltmeisterschaften, die olympische Idee alle 4 Jahre Wettlauf der weltbesten Funker.
Was die „Handicaps “ für den Golfer sind, sind für uns unsere Diplome und Pokale, bis hin zur sog. HonorRole oder Mitglied in der „HALL of FAME“ zu werden.
Der eigentliche Spaß liegt im Funken selber, mit einfachen Antennen und eigener Funkstation „gehört zu werden“!

Nun sind wir deutschen Funker, gemessen an den Freunden , z.B. hier in Kanada, ziemlich gebeutelt. Wer kann schon solche Antennentürme aufbauen, wie ich sie hier bei Freddie, mit dem kanadischen Funkrufzeichen VE3MCE, nördlich von Kingston am Lake Ontario/unweit vom Sankt Lorenzstrom, antreffe.
Auch sind unsere Vermieter selten begeistert, dass wir mit unseren Antennen deren Häuser zieren wollen. Die Hysterie mit der Angst gegen Elektrosmog kommt hinzu, obwohl fast jeder stundenlang mit seinem Handy am Ohr oder sich von seiner Mikrowelle bestrahlen läßt.
Freddie lebt auf einer kleinen Farm, unweit von dem kleinen Städtchen Gananoque, dem Zentrum der Thousand Islands. Dort treffen wir auch Jan aus Lünen, DO1PL, der seit mehr als 3 Jahren sich mit Freddie regelmäßig auf der Kurzwelle im 20 oder 15-m-Band trifft.
Er macht jetzt eine Kanadareise mit einem PkW-Leihwagen und will in 4 1/2 Wochen über Vancouver bis rauf nach Alaska.
Ich darf alle Antennen nutzen und entscheide mich für die Vertikal-Antenne, an die ich meinen Automatiktuner am Fußpunkt anschließen kann. Mit einem ca. 20m langen elevated Radial in 2m Höhe verspannt, kann ich auf allen Bändern ein SWR von 1:1 abstimmen..super.
Auf 40, 30 und 20m könnte ich einiges ins Log schaffen.
Gestern hat Freddie mit uns, Renate, Jan, do1jpl, und mich, eine tolle Rundfahrt durch die vielseitige Gegend hier gemacht.

Freddie, aus Deutschland hierher eingewandert, der seit ca. 27 Jahren hier lebt, kennt alle Geschichten der Menschen, seiner Nachbarn und auch die historischen Entwicklungen.
So einen Reiseführer bekommt man nicht vom Touristikbüro, vielen Dank lieber Freddie, auch dafür, dass wir Deine Waschmaschine nutzen durften und deine freundliche Gastgeberrolle erfahren durften.
Heute geht’s weiter in Richtung Westen… wir haben spannende Ziele vor uns, die Durchschnittstemperaturen steigen, der Sommer kommt immer näher… aber wir meiden die Zentren, die von den Pauschaltourismus belegt sind und Toronto umfahren wir mit großem Abstand.
Also auf geht’s, alles wieder abrüsten…noch geprüftes Wasser aus dem 80m tiefen Brunnen in Freddies Garten tanken und dann wieder auf die Straße.
In der Zeit meiner Funkerei hat Renate ihr 3. Video fertig geschnitten, vertont und auch übers Internet nach ! verschickt. Und sie hat mit dem 4.Video angefangen.
Das geht natürlich nur mit dem Konzept unserer beiden Wohnmobile.
Ich grüße alle Leser, vor allem meine beiden „großen “ Schwestern, Jopsy und Marlis, in Rheine und Emsdetten, meine Tochter Anke-Verena mit Schwiegersohn Andreas in Frankfurt.
Auf dem Band erfuhr ich, dass unsere Reise über diesen Blog offensichtlich von vielen Funkfreunden mit verfolgt wird.

 

 

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