Cabot Trail in Nova Scotia

Kulturprogramm, schottische und kanadische Geschichte, der Cabot Trail und endlich wieder Funkbetrieb

Wir bewegen uns auf den Spuren der Geschichte von Canada, besuchen das Highland-Museum, einem Freilichtmuseum über der Geschichte der schottischen Einwanderer und die von Schotten vor 250 Jahren gegründeten Stadt Louisbourg, einem Fort und Fortress, welche von den englischen Truppen im 18zehnten Jahrhundert total zerstört worden war.

Louisburg wurde Anfang der 1960er Jahre in einem umfassenden Projekt, von der kanadischen Regierung finanziert, auf der Grundlage der Archivunterlagen und Ausgrabungen wiederaufgebaut. Es war die Antwort auf die Zechenstilllegungen in der Region Sydney, durch die tausende von Bergarbeitern ihre Jobs verloren hatte…na das klingt ja ziemlich bekannt für uns aus dem Ruhrpott. Mit diesem Projekt wurde auch eine „gewisse Wiedergutmachung“ der englischen Nachfahren für die Gräueltaten der früheren Kriegsherren.

In jedem Fall lohnen sich diese Besuche, denn :

Als wir vor drei Jahren in Schottland waren, konnten wir etwas von den Schlachten zwischen den Schotten und Engländern erfahren. Viele Schotten sind vor rund 250 Jahren nach den verlorenen Kriegen nach Neuschottland- Nova Scotia ausgewandert.den Kriegen zwischen den Engländern und Franzosen im 18. Jahrhundert.

Wir haben, nein ich gestehe, Renate hat sich, auf unserer lange Reise vor allem von den Reiseberichten von A.E. Johann leiten lassen, die sie seit über 20 Jahren systematisch durchgearbeitet hat. Ich bin, wie ich selbstironisch ab und zu sage, ein kleiner „Nutznießer, na Schmarotzer im positiven Sinne“ von der Fülle ihres Wissens. Wenn ich mich nicht für diese Themen interessieren würde, wäre ich ein schlechter „Schüler“.
Also begeben wir uns hier in Neuschottland/ Nova Scotia gemeinsam weiter auf die Spuren der Vergangenheit. Dabei ist das Thema „Engländer“ mit dem unstillbaren Hunger nach Krieg, Ausbau als herrschende Kolonialmacht im Sinne des Empire, der Unterdrückung und Ausbeutung fremder Völker und Länder, ein steter Diskussionspunkt zwischen uns.

Nach den vielen Museumsbesuchen begeben wir uns nach Cape Breton zum bekannten Cabot Trail, einer wunderschönen Küstenstraße, die vor allem durch den Indian Summer mit den dunkelroten Herbstlaub der Ahornbäume und den bizarren Steilküsten traumhaft schön ist.

Nach all den vielen Regen beschert uns die Sonne einige glückliche Tage hier, unbelievable!…nach dem vielen Regen…hier am Cabot Trail.

Und was noch dazu kommt, die Sonne wird auch für uns Funkamateure wieder aktiv. Seit zwei Tagen klappt der Funkbetrieb auf der Kurzwelle wieder sehr gut, in Richtung Europa haben wir topp Standorte direkt am Atlantik finden können.
Und dann geht die „Post“ ab und viele Freunde aus EU rufen mich an, ja ein Pileup baut sich sogar auf 40 m auf. Bis, ja bis, meine Bordbatterien ausgelutscht sind und bei der Dämmerung und Dunkelheit keine Ladung mehr von den Solarzellen bekommen. Den Generator will ich bei der Dunkelheit und wegen der Zeltnachbarn nicht mehr anwerfen.

Um 06:00 Uhr geht die Sonne auf, knallt geradezu und wärmt die auf 10 Grad gesunkene Innentemperatur auf. Draußen waren es noch plus drei Grad!

Bevor ich die Antenne wieder abbaue, will ich, sobald die Ladung der Batterien reicht, noch einmal die Bänder aktivieren.

 

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