Killarney, und weiter Richtung Westen

Killarney Provincial Park

vom 11. – 15. Juni

 46.010 Grad Nord ; 81.400 Grad West (für Google Map)

 Wir haben auch mal Glück mit dem Wetter zum richtigen Zeitpunkt und am für uns idealen Ort.

Der Killarney Park ist für unsere Vorstellungen riesig, auch wenn er nicht zu den größten Naturschutzparks in Kanada zählt, mit Wanderwegen bis zu 100 km Länge, für die gute Wanderer 7-9 Tage benötigen. Unzählige Seen, rockige Landschaften mit Steilküsten, die in der Abendsonne die farbige Zusammensetzungen des Gesteins reflektieren, Granit mit Marmor durchsetzt und mit rotschimmernden Eisenanteilen.
Kristallklares Wasser, in dem sich nach dem Abflauen des Windes bei Sonnenuntergang, die Formen mit den riesigen Kiefern und Birken widerspiegeln.
Mit unseren Kayaks lassen wir uns treiben und genießen diese traumhaften Kulisse, bis die Sonne hinter den Bergen verschwunden ist. Ein Fischreiher beobachtet uns von einem Felsvorsprung und lässt sich nicht aus der Ruhe bringen, als ich mich vorsichtig für ein Foto an ihn „rantreiben lasse“.
Im Dämmerlicht, wir Funker sagen Greyline, tragen wir unsere Kayaks zu unserem Lagerplatz. Es ist noch früh genug, um für einen Waschgang die Trommel zu füllen. Mit dem dort verhandelnden  Trockner ist die Wäsche schnell schrankfertig.
Der letzte Abend im Killarney Naturschutzpark wird mit einem romantisches Lagerfeuer abgeschlossen. Es werden noch die Mücken etwas durch den Rauch vertrieben.
So klingen die Tage hier aus.

Am nächsten Morgen machen wir die nächsten Planungen, denn wir sind ja nicht nur zum Vergnügen hier!

Der Höhepunkt unserer Kanada-Reise könnte eine einwöchige Schifffahrt von Goose Bay nach Nain in den Fjords von Labrador Ende Juli werden. Die Buchung haben wir telefonisch vorgenommen. Wer Näheres schon wissen  will, schaue auf: www.labradorferry.ca/Index.php und dort Ninasiavut Marine.

Bei der Buchung haben wir erfahren, dass es noch viele Eisberge auch im Juli/August sowie Wale zu sehen gibt.
Ich pumpe meinen Kayak leer, falte es zusammen und verstaue es im Stauraum. Ebenso verschwinden dort der Generator und die Plastikboxen mit Antennenmaterial und Zubehör.
Dann fahren zum Wassertanken, zur Entsorgungsstation und weiter geht’s. Trotz Muskelkater und vielen Mückenstichen war es ein traumhaft schöner Aufenthalt.

In den letzten Tagen konnten wir bei den Wanderungen beobachten, dass es offensichtlich eine Raupenplage gibt. Am Abend, des 15. Juni stehen wir an einem kleinen See mit Strand in Espanole. Auch hier ist alles übersät mit Raupen. Alle Bäume und Sträucher sind schon kahl gefressen, es ist kein Blatt mehr zu sehen.
Die Bäume eines kleines Waldes auf der gegenüber liegenden Straßenseite wirken wie tot, es sieht grauenvoll aus, als wenn der Winter hier den Frühling, mit ansonsten warmen und inzwischen  angenehmen Temperaturen in den Zwanzigern, besiegt hat. Niemals haben wir solch eine Raupenplage bei unseren vielen Reisen erlebt.
Hunde sind an diesem kleinen Strand nicht erlaubt. Die kanadischen Graugänse mit ihren vielen niedlichen Jungen, machen den schönen Strand und den daneben liegenden Spielplatz unbenutzbar. Wir kennen die „wundersame“ Vermehrung der Graugänse an der Ruhr und im Essener Grugapark, die viele Bürger auch als Plage empfinden. Der ohrenbetäubende Lärm löst vor allem im dicht besiedelten Ruhrgebiet inzwischen einen Kampf zwischen den verschiedenen Gruppen in unserer Gesellschaft aus.
Hier sehen wir immer wieder Schwärme von Graugänsen, die als Zugvögel in keilförmiger Formation in dieser Zeit in den Norden fliegen. Da die Winter bei uns für diese Zugvögel offensichtlich sehr angenehm sind, überwintern sie bei uns und haben den genetischen Code mit eingebauten GPS vergessen?

Naja, einen Klimawandel gibt’s ja laut Trump-Dekret nicht! So einfach ist unser Planet!

Schreibe einen Kommentar