Nationalpark Cartier/Quebec

24./25.Mai 2017 und
Vorbereitung auf den CQ Worldwide
WPX CW CONTEST

Heute vor 4 Wochen haben wir uns auf den Weg über Frankfurt- Montreal – nach Halifax gemacht. „Kinder wie doch die Zeit vergeht!“
Am 1.Mai konnten wir mit ein paar Tagen Verzögerung dann unsere beiden Wohnmobile aus dem Containerhafen in Halifax nach relativ einfachen Zollprozeduren abholen.
In der Zwischenzeit haben wir die Küstenstraßen von Nova Scotia mit einem Leihwagen abgefahren. Jetzt, wo wir uns im nur französisch-sprechenden Quebec aufhalten, stellen wir doch erhebliche kulturelle Unterschiede zwischen den Bevölkerungsgruppen fest.
In Nova Scotia wirken die Menschen aufgeschlossener, gehen unbekümmert auf Fremde zu und bieten nicht nur freundliche Konversation, sondern auch konkrete Hilfen an.
Nun, das mag auch etwas an der Sprache liegen, denn in der Provinz Québec wird praktisch ausschließlich Französisch gesprochen. Ja, kaum zu glauben, aber man weigert sich geradezu Englisch zu sprechen. Manchmal ist das sehr unangenehm, sehr befremdlich, zumal die Touristen doch auch Kapital ins Land bringen. Unsere Hobbies sind in diesen Tagen zu ihrem Recht gekommen. Das kühle, regnerische Wetter haben wir genutzt, um unsere jeweiligen „Projekte“ voranzubringen. Renate hat ihren 3. Film geschnitten und vertont und schon übers Internet an ihre Clubmitglieder und Familie geschickt.

Nun habe ich eine Lösung gefunden, wie ich mein Flexradio 6700 so montieren konnte, dass es gut gepolstert, befestigt und gut verschnürt, einen festen Platz bekommen hat.
Die stete Auf- und Abrüsterei fällt jetzt weg, ich brauche nur noch den Laptop mit einem 2ten Monitor anzuschließen, Antennenkabel zur Pa (Expert 1.3K-Endstufe) oder auch direkt zur Antenne. Als Verfechter von resonanten Antennen setze ich z.B. Monoband-Dipole oder Vertikalantenne mit Automatiktuner direkt am Fußpunktein. Damit mache ich auch in DXpeditionen die besten Erfahrungen. Mobilantennen, wie screwdriver oder Mp1, o.ä. Nutze ich nicht, zumal ich auch nicht während des Fahrens funke, nur mit meiner Renate über unsere kleinen 2 W vhf-Stationen.
Diverse Monoband-Dipole wechsele ich über eine am Fiberglasmast befestigte Rolle mit Zugseil aus. Schnell und praktisch. Den ca. 10-m-langen Schiebemast befestige ich mit Spanngurten entweder an meinem Fahrradträger oder, wenn es geht, etwas weiter weg vom Wagen. Für die Dipolenden finden sich immer irgendwo Haltepunkte.
Für den Allbandbetrieb wird am Fiberglasmast vertikal ein ca. 19m-langer Draht durch die Rolle hochgezogen und noch horizontal zum nächsten Baum o.ä. gespannt.
Ein elevated Radial gleicher Länge bildet das Gegengewicht. Der Automatiktuner JC4 von Pa0dx ist schnell montiert. Ich habe Steuerkabel mit ca. 50m und auch entsprechendes Coaxkabel dabei. Damit bin ich von 160m bis 10m QRV. Diese Lösung hat sich in Ivory Coast (TU5MH) bestens bewährt. Der Aufbau lohnt sich, wenn wir mal ein paar Tage einen geeigneten Platz gefunden haben und die Ausbreitungsbedingungen etwas besser sind. QRV auf 20m, CW Pileup nach EU.

Gestern am späten Nachmittag hatte ich den Dipol im Nationalpark Jaques Cartier für 1Stunde aufgebaut. Wie man sieht, herrscht hier immer noch der Winter nach.
Der Weg ist für einen 4WD -Toyota, wie wir ihn in Australien hatten, bestens geeignet. Durch die Schneeschmelze sind diese Wege allerdings mit unseren Fiats kaum befahrbar.
Die Lichtung, auf die wir uns gestellt hatten, hatte entsprechenden weichen Boden, so dass wir die beiden Wagen nicht richtig mit den Rampen positionieren konnten.
Das Gute war, dass ich in dieser Zeit die Pa und Generator testen konnte. Schon nach einem kurzen CQ-Ruf boten sich zig Stationen aus EU an. Auch Freund Jan, DL7JAN, war einer der ersten Stationen.
Wahrscheinlich wurde ich dann gespottet… und es lief super. Wir haben uns dann jedoch entschieden, den 35km entfernten Campingplatz im Zentrum des Nationalparks anzusteuern.
Hier stehen wir nun. Das Rotwild umstreicht unsere 🚗 , aber ein Moose, Elch, haben wir noch nicht gesehen. Nur viele frische Spuren von Elchen und auch von Schwarzbären konnten wir erkennen.
Der neue Standort hat alles, was unsere Herzen sich von den canadischen Nationalparks erträumt haben. Ruhe, Schönheit der Natur, ruhiges Wasser zum Kayakpaddeln, Radfahr- und Wanderwege, Duschen, Wasseranschlüsse, ein kleines Bistro mit Wifi…und für mich 110V-Stromanschluss sowie Platz für Antennen.
Die werden jetzt aufgebaut und vielleicht hören wir uns im CQ WW Wpx CW Contest am kommenden Wochenende unter VE2/DJ7JC.

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