Prince Edward Island (PEI)

Prince Edward Island (PEI), RTTY Contest
History of the Acadian, Irish Pub

Nun haben wir mit Prince Edward Island (PEI) alle 10 kanadischen Provinzen (=Bundesländer), das Yukon Territory sowie die Northwest Territories besucht. Hinzu kommt unser Abstecher nach Alaska.

Wir kommen mit der Fähre in der Dämmerung an und suchen im Dunkeln einen Stellplatz für die erste Nacht. Renate hat einen kleinen Leuchtturm auf der Karte ausgemacht, den wir ansteuern und wieder Glück haben. Denn der nächste morgen beschert uns einen traumhaften Sonnenaufgang. Absolute Ruhe und ein phantastischer Sternenhimmel lassen auf weiteres Gute hoffen.

Die Insel ist piekfein, absolut sauber, keine Schrotthaufen mit alten Autos um die Häuser herum, fast schon etwas zu steril gepflegte Rasenflächen. Viel Landwirtschaft und Fischerei scheinen die Schwerpunkte der Wirtschaft zu sein.

Wir finden einen zweiten Stellplatz direkt am Rande eines großen Vogelschutzgebietes. Für mich ist dieses Sumpfgebiet für den Funkbetrieb ideal, nur die vielen Mücken stören etwas. Auch wenn es schon relativ spät ist, baue ich meine Antenne auf. Richte die Software auf meinem Laptop für den weltweiten Funkwettbewerb in RTTY, Funkfernschreiben, ein und kann dann doch noch einigen Funkkollegen mit dem begehrten Landeskenner von PEI erfreuen. Es klappt wunderbar nach den vielen Monaten der schlechten Kurzwellen-Ausbreitungen auf Grund des zyklischen Sonnenfleckenminimums.

Den Höhepunkt erleben wir im Irish Pub „Dublin“ mit dem Auftritt einer Liveband. Der Pub war brechend voll mit – wie sich bei einer Befragung des Bandleaders herausstellt – Kanadiern und Amerikanern vor allem mit irischem Hintergrund. Diese kannten die irischen Songs und stimmten mit den Sängern immer ein, klatschten und lachten, es trieb die Stimmung in dem typisch gestalteten Pub hoch. Unbelievable und einfach toll. Ein unvergeßlicher Abend für uns, auch mit vielen netten Gesprächen mit anderen Gästen.

PEI hat tiefe geschichtliche Wurzeln mit der kanadischen Geschichte, den gnadenlosen Morden und Deportationen der aus Frankreich stammenden Bevölkerungsgruppen, den Acadiern, durch die Engländer im 18. und 19. Jahrhundert. Da uns diese Geschichte besonders interessiert, besuchen wir das Acadien-Museum, wo wir sehr anschaulich die zum großen Teil grauenhaften Familiengeschichten in dieser Zeit studieren können.

Wir stehen in der dritten Nacht direkt am Rande der Altstadt von Charlottetown, der Hauptstadt von PEI. In der Morgendämmerung hat ein norwegischer Cruise-Riese direkt vor unserer Nase geankert. Gottseidank erst jetzt und nicht gestern Abend, denn dann wäre Downtown von diesen Touristen überschwemmt gewesen. Gestern Abend standen die Touristen schon Schlange vor den Irish Pubs.

 

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