Zurück in Nova Scotia, auf zum Cabot Trail….!

Vorab: Ich grüße alle Leser, vor allem auch meine weltweiten Freunde, die regelmäßig diesen Blog besuchen.
Zu den Exoten gehören mein bester Freund Michael in Sydney in Australien, der mit Hilfe eines Internet-Übersetzers unsere Reise begleitet. Aus Beijing nimmt – so vermute ich – Funkfreund Werner an unseren Geschichten teil?
Gunter, TI 7 WTI, aus Costa Rica, den ich dort 2008 anlässlich unserer Cocos Island Funk-Expedition (TI9KK) kennengelernt habe, verfolgt unsere Reise wie so viele andere regelmäßig.

Nach den Clicks zu urteilen, die der Flagzähler ganz unten rechts anzeigt, gibt es eine Hochburg von Followern in Bochum und in Essen.

Ich staune immer wieder, auf welches breite Interesse meine Blogberichte stößt.

Vielen Dank dafür.

Zurück in Nova Scotia, auf zum Cabot Trail….!

Die Nachtfähre bringt uns bei ruhigem Seegang ohne „Sea Sickness“ in 9 Stunden von Argentia in Neufundland in den Hafen von North-Sydney auf Nova Scotia (Neuschottland).

Mit etwas Wehmut verlassen wir Neufundland. Es ist wunderschön, leider sind die Straßen in einem verheerenden Zustand mit zigtausenden sog. Potholes, scharfkantigen, tiefen Schlaglöchern.

Auf 100 km gibt es keine Rest Area oder Viewpoints, auf denen man pausieren und fotografieren kann. Schade! Die Straßen sind so schmal, dass man die wichtigen Stopps nur mit Warnblinker riskieren kann.

Im letzten Visitor Center zuckt man bedauernd mit den Schultern und „wir hören das leider immer wieder!“ fügt die nette Dame hinzu.

Von Halifax in Nova Scotia aus haben wir unsere Reise am 01.05. 2017, als wir unsere beiden Wohnmobile aus dem Zoll und dem Hafen abgeholt haben, begonnen.

Damals wurden wir von Kälte und Regen empfangen, so dass wir unsere ursprünglichen Reisepläne in der Hoffnung umgestellt haben, weiter im Südwesten den Frühling und wärmere Tage zu finden. Jedoch Flooding, Hochwasser, empfing uns in New Brunswick (Neu Braunschweig) und Ontario. Wir mussten Umleitungen wegen unbefahrbarer Brücken in Kauf nehmen.

Dann haben wir uns sogar entschieden, doch quer durch Kanada bis Vancouver und dann rauf nach Alaska zu fahren.

In British Columbia, BC, nördlich von Vancouver, gerieten wir in die gerade entfachten „Wildfire“ direkt in die Rauchwolken, wieder lange Umleitungen. Für uns halb so wild, aber rund 100 000 Menschen wurden seitdem evakuiert und viele verloren alles. Wochenlang breiteten sich die Feuer weiter aus. Sie waren 4 Wochen zu früh und die Dimension war wohl eine der größten Buschbrände in BC. Dennoch haben wir eine gute Zeit in BC erlebt, das Wetter war überwiegend warm, sonnig und wir haben unsere Kayaks und Fahrräder genutzt.

Alaska war ein Höhepunkt, die in diesem Blog mehrfach beschrieben. Trotz der zigtausenden strapaziösen Kilometer hat sich dieses Abenteuer gelohnt und hinterlässt viele tiefe Eindrücke und Erinnerungen.

Nun will ich nicht die ganze Reise reflektieren. Es ist jetzt ein wichtiger Schnitt, und wir sind froh, dass wir und unsere beiden Wohnmobile es bis hierher nach über 29 000 Km ohne ernsthafte Schäden überstanden haben.

Wir müssen uns auf die Abreise vorbereiten, unsere Wagen werden wir am 20. Oktober im Hafen von Halifax für die Verschiffung nach Antwerpen abgeben und nachmittags unseren Flieger nach Frankfurt besteigen…..doch:

Noch haben wir vier Wochen, um uns hier in Nova Scotia umzusehen. Vor allem haben wir uns für das Ende unserer Reise die schönste Küstenstraße der Welt, den Cabot Trail, vorgenommen.

Wir sehen, dass uns der Herbst auflauert: Die ersten Laubbäume und Sträucher bekommen schon die herbstlichen Farben. Der Indian Summer soll hier am schönsten sein, vorausgesetzt die Sonne scheint! Das tut sie ja eigentlich immer in dieser Jahreszeit, eigentlich! Noch ist alles grau in grau.

Laut Wetterbericht müssen wir auf sie bis Freitag warten.

Deshalb nehmen wir uns erst einmal das weltbekannte Museum über das Universalgenie Alexander Graham Bell in Baddeck vor:

Als Erfinder des Telefons ist er uns weitgehend bekannt. Dass er auch zu den Pionieren der Fliegergeschichte gehört, wird mir hier erst wirklich bewusst.

Seine technischen Verfahren, tauben Menschen das Hören lernen zu lassen, sind revolutionär.

Wir sind tief beeindruckt von dieser Lebensgeschichte und den vielen Erfindungen, ohne hier auf Details eingehen zu können. Bell hat vor allem hier in Baddeck sein Leben für seine Forschungsarbeiten verbracht.

Das Museum bietet ein ganzheitliches Konzept in der Museumsdidaktik für viele Zielgruppen an, was sich deutlich und offensichtlich auf die Akzeptanz niederschlägt. Ein Besuch ist sehr empfehlenswert, zumal viele Arbeiten Alexander Bells im Original zu sehen sind.

Den Cabot Trail werden wir nach dem Besuch der historischen Stadt Louisbourg beginnen.

 

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